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Krämerbrückenfest – Es gibt tatsächlich ein, zwei, drei coole Ecken

Am kommenden Wochenende feiert Erfurt mal wieder ein Fest. Klar, als wenn es die in den Sommermonaten nicht schon zu Genüge gäbe. Zudem haben doch eigentlich die Kelly Family und Roland Kaiser den Domplatz vor zwei Wochen erst abgerissen.

Aber who cares? Noch zwei Mal die Rostbratwurst wenden, dann ist Krämerbrückenfest.

Eine Veranstaltung, deren Dimension in den letzten Jahren von einer kleinen beschaulichen Brücke auf die gesamte Stadt exponiert ist. Menschen. Menschen. Menschen.

Der eigentliche Anlass der Veranstaltung soll die schöne Deko über den Dächern der alten Handelsbrücke sein, die mittlerweile jährlich höhere Wettkurse aufweist, als der Namen des Weihnachtsbaumes auf dem Domplatz.
Eins sei gespoilert: könnte bunt werden. Von dort aus bietet das Fest dann „in gewohnter Manier vielfältige Musikerlebnisse, Handwerkskunst, unterhaltsame Aktionen, Kleinkunst und vieles mehr!“

Hier eine recht normale Wohn- und Gewerbestraße in Erfurts Innenstadt, die das Glück hat, dass unter ihr ein Rinnsal entlangweint.

Das heißt für euch: Abfeiern bei der großen Antenne Thüringen Party mit Anna Loos und der Band Juli (wo kommen die denn auf einmal her?) sowie dem uns allen bekannten und geliebten Köstritzer Kultur- und Sporttalk. Als großes Highlight wartet das Feuerwerk am Petersberg, begleitet von einer A-Capella-Band und halt völlig überfüllte Bahnen.

Weil der Karneval der Kulturen in Kreuzberg letztes Wochenende bestimmt auch nicht viel geiler war und rumheulen eh nichts bringt, folgen hier ein paar Ecken, die auch für uns Studierende einen guten Abend bereithalten können.

„Komm und Tanz mit mir zu Diskomusic, morgen geh‘n wir dann zu Rock am Ring.“– Freddy Fischer

Zum einen ist da die uns allen bekannte Engelsburg, wo Freitag und Samstag Konzerte stattfinden. Und die beiden Main Acts können sich wirklich sehen lassen!

© Freddy Fischer

Freitagabend um 20 Uhr werden Freddy Fischer & His Cosmic Rocktime Band den Hof der E-Burg zum Tanzen bringen. Die sind zwar mittlerweile fast Stammgäste in Erfurt, aber machen halt auch immer Bock. Drei witzige Dudes im besten Alter, die einfach Spaß daran haben, ihrem Bandnamen alle Ehre zu machen.

Einen Tag später, am Samstag dann steht LUI HILL auf der Bühne. Die Musik des, ja man kann noch sagen, Newcomer ist eine Mischung aus Elektro- und Soulpop und sorgt eigentlich direkt beim ersten Hören für rhythmische Kopfbewegungen und Lust auf mehr. Playtime ist hier um 20 Uhr 30.

Das Beste an beiden Konzerten ist eigentlich, dass man nichts zu verlieren hat, da der Eintritt in der E-Burg das ganze Wochenende frei ist. Also, hin mit euch!

Während auf den vielen öffentlichen Bühnen des Krämerbrückenfestes musikalisch eher schwierige Verhältnisse herrschen, bietet die Bühne hinter dem Rathaus für Menschen mit Musikgeschmack eine verlässliche Adresse. Dort findet das New Orleans Music Festival Erfurt statt und bietet inmitten des großen Getümmels eine kleine Welt des Jazz. Lasst euch von den unästhetischen Plakaten nicht abschrecken und zieht den Altersdurchschnitt ein bisschen runter, denn für dieses Programm von Swing bis Dixieland lohnt es sich tatsächlich. Und vielleicht gibt es danach sogar noch die ein oder andere Jam-Session im Jazzclub.

Zu guter Letzt bleibt eigentlich nur noch der Erfurter KneipenChor zu erwähnen, der sich von der E-Burg bis in den Hof des Nerlys singt.

Ja ok – das war’s dann schon auch, aber das ist doch was! Also gebt euch einen Ruck mal in die Stadt zu schauen, es ist nicht alles schlecht. Wenn euch von diesen Tipps immer noch nichts angesprochen hat, geht zur großen Super RTL TOGGO Tour (Theaterplatz, just in case) oder haut euch halt beim Weinseminar einen rein. Abschließend noch zwei kleine Tipps: Erstens, versucht es gar nicht erst mit dem Fahrrad durch die Stadt zu kommen, ihr werdet eh nur beschimpft. Zweitens, wenn ihr nicht gerade Payday hattet, kauft euer Bier lieber am Späti des Vertrauens, das ist definitiv die günstigere Variante.

See u!

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