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DAS WAR DIE ODD DIVERSITY 3.0

Wow. Einfach nur wow. Was für ein Abend. Nach mehr als einer Woche haben wir immer noch ein breites Grinsen im Gesicht, freuen uns einen Ast ab und versuchen auf die ganzen Eindrücke klarzukommen. Das war sie also, die dritte ODD DIVERSITY in der Barfüßerruine der Sommerkomödie Erfurt. Lasst uns nochmal gemeinsam den wilden, willkürlichen Mix an Genres und Künstler:innen aus Thüringen Revue passieren lassen. 

Gute Mukke und Sekt auf Eis

250 feierlustige, musiksehnsüchtige, konzertausgehungerte und eventuell sozial überforderte Menschen tummeln sich in der pittoresken – und sehr vollen – Barfüßerruine.

KimboWest liefert mit ein bisschen Hip Hop, Trap und 2000ern den musikalischen Startschuss in den Abend. Menschen begrüßen sich und wuseln noch zwischen Bar und bekannten Gesichtern herum, während Kimbo ihre Platten auflegt und die Freude auf und über gute Musik bis in den überraschenderweise doch sehr blauen Himmel (95% Regenwahrscheinlichkeit…) steigen lässt.

Trotz Schwierigkeiten beim Soundcheck (sorry für den fehlenden Plattenspieler) befindet sich wenig später Sekt auf Eis nicht nur in den Händen der tanzenden Menschen, sondern auch auf der Bühne. Futurebae heizt zusammen mit LaikyLaik, dem Song über ihr Lieblingsgetränk und einer zweiminütigen Reise an die Coca Cabana so sehr die Stimmung auf, dass bereits nach dem ersten Act fast keine Stühle mehr gebraucht werden.

Die vierköpfige Band Eagle and the Men katapultiert das von Synthie-Pop-Trap aufgeheizte Publikum in melancholische Sphären und lässt einige Indie-Herzen dahinschmelzen. Die thüringer Provinz-Band kennen einige von euch vielleicht noch von Auftritten wie beispielsweise aus Franz Mehlhose oder als Gewinner des Thüringen-Grammy 2019. Mal schauen, ob wir die Jungs irgendwann in den Riegen von Annenmaykantereit, Mumford & Sons, Giant Rooks & Co sehen.

Zum krönenden Abschluss hüpft noch die Alterlatino Band Gusano de Oído (nicht googlen!) auf die Bühne. Was viele nicht wissen: Die Gruppe existiert erst seit einer Woche und dies ist ihr erster Auftritt. Doch keine Spur von Aufregung und schiefen Tönen. Stattdessen: gut gelaunte Reggae-Cumbia Beats, Gitarrensoli und Kinder-Ziehharmonika-Melodien, zu denen die Menge mit beweglichen Hüften wackelt. 

Achtung: UNGLEICH-Schnulz

An diesem Abend ist die ODD DIVERSITY nicht der einzige Grund für unsere Emotionenachterbahn und die Umarmungen mit kleinen Tränen. Denn, was viele von euch bestimmt gar nicht wissen, es ist auch ein großes Wiedersehen und Kennenlernen für die gesamte UNGLEICH-Redaktion. In den letzten Monaten gab es große Veränderungen im Magazin. Die alten Hasen haben leise Tschüss gesagt und die Verantwortung für das Magazin in unsere Hände übergeben. Große Fußstapfen, in die wir (versuchen zu) treten – mit erschwerten Anfangsbedingungen. Die Corona-Pandemie hat das fröhliche Beisammensein und Sektchenschlürfen während der Redaktionssitzung unmöglich gemacht. Die meisten kannten sich lange nur als rechteckigen Kasten auf dem Bildschirm und stehen sich somit an diesem Abend das erste Mal in Person gegenüber. 

Leipzig, Dresden, Berlin – fast alle Weggezogenen sind zurück in ihre zweite Heimat gereist, um gemeinsam lokale Musiker:innen zu feiern, auf gute alte Zeiten, zukünftige Projekte und Freundschaft anzustoßen. Es ist, als würde man seine Freunde nach einem sehr langen Auslandssemester wiedersehen und endlich umarmen können. Und man stellt fest: Helen ist ja viel größer und Annka viel kleiner als erwartet.

Es war uns ein Fest 

Alles in allem für uns ein gelungener Abend, bei dem das Wetter genauso gut mitgespielt wie all die hervorragenden Künstler:innen, das sehr dankbare Publikum, die Techniker:innen und das ganze Sommerkomödien-Team.

Und sogar von den normalerweise größten Kritiker:innen, die sich sonst wegen Lärmbelästigung beschweren – den Gäst:innen des ibis Hotels – kommt überraschendes Feedback. Sie hat das Konzert aus dem Hotelzimmer so sehr erfreut, dass Ehemänner zum Live dabei sein dazutelefoniert werden.

Der schweifende Blick über die Menge – lauter lachende, angeheiterte, eventuell sozial überforderte und ausgelassene Menschen – lässt unser Herz noch höher schlagen, als es es an diesem Abend eh schon tut. Denn das Beste ist, dass nicht nur wir einen wirklich wundervollen Abend und jede Menge Spaß hatten, sondern mit uns 1372,54 wunderbare Menschen. Merci!

Und nun?

So, genug Selbstlob. Falls ihr Anregungen, Kritik oder Liebesbriefe habt: Wir freuen uns. Wir haben Bock auf mehr und einiges vor. Dafür seid ihr natürlich immer gefragt! 

Was wünscht ihr euch für Veranstaltungen? Welche Künstler:innen sollten beim nächsten Mal unbedingt dabei sein? Welche Ideen oder Wünsche habt ihr? Ob Schnaps-Bingo, Akt-Vernissage bei Hasans Pizza Kebab Haus oder Schnipseljagd – wir sind offen für jegliche Ideen! Schreibt uns, sprecht uns an oder kommt zu den offenen Redaktionssitzungen. Man munkelt sie finden mittwochs ab 20 Uhr im Speicher statt!

Falls ihr euch dat janze Gedöns nochmal anschauen möchtet und eure analogen Erinnerungen mit digitalem mp4-Material ersetzen möchtet, geht es hier zum Stream der ODD DIVERSITY.

Am Auslöser unser Paparazzo Ben Cupan.

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