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10 Dinge, die in Erfurt gefährlicher sind als Corona

Disclaimer: Dieser Text soll die Gefahr des Coronavirus keinesfalls verharmlosen und die Überschrift ist selbstverständlich nicht ernst gemeint. Wir möchten alle Leser*innen bitten, sich über das Thema ernsthaft zu informieren, empfohlen sei dazu der NDR Info Podcast “Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten”.

Was panische Push-up-Meldungen und stündliche Updates angeht, haben wir bislang aus journalistischer Sicht zwar kläglich versagt, dennoch möchten wir nun unseren aufklärerischen Beitrag zu den aktuellen Entwicklungen leisten.

Wir weisen darauf hin, dass es in Erfurt einige Gefahren gibt, die zurzeit durchaus gefährlicher erscheinen als der Corona-Virus. Wir streiten nicht ab, dass es wichtig ist, den Virus ernst zu nehmen und bestimmt auch nicht alle Vorsichtsmaßnahmen Quatsch sind. Der Text richtet sich lediglich an alle, die mit Allergiesymptomen auf die zahlreichen medialen Apokalypse-Szenarien reagieren (erstaunlich oft beziehen sich diese weniger auf die Gesundheit der Menschen als vielmehr auf die Zustände der “Weltwirtschaft”). Ihr dürft euch also kurz freuen, mal wieder eine Nachricht über etwas anderes lesen zu können. Also, caution beware of:

Schlagzeilen der letzten Tage.

1) Die Erfurter Bahnschienen Wenn du mal wieder die Nordhäuser Straße runterbretterst, es dann noch eilig hast, und dann noch links auf die Schlüterstraße abbiegen willst, setzt du dich in Erfurt (womöglich regelmäßig) unvergleichlichen Gefahren aus.

2) Die Luft in Erfurters Szenebars: Speicher und Retronom Bier schmeckt zwar, Apfelseife riecht auch gut, Veranstaltungen sind auch besuchbar, ABER die Lungenbelastung ist womöglich höher als bei Corona. 

3) Verirrte Glatzenköpfe, die behaupten sie hätten aus der Geschichte gelernt & vor allem: Die fehlende mediale Aufmerksamkeit für #firstdog_Attila. Alle kümmern sich um irrlichternde Politiker, niemand fragt sich, wie es Attila nach dem ganzen Heck Meck mit Aus- und Wiedereinzug aus der Staatskanzlei geht. #ungleichforfirstdogatilla

4) Großer Kaffee im Café Hilgenfeld Geschmacklich unbestreitbar ein Teil des Getränkeadels, führt jedoch auch zu: starkem Herzrasen bis auffällig hibbelig-hüpfenden, aufgeregt-aufgedrehten Hin- und Herrennen mit schwitzigen Händen zwischen den Bücherregalen der Universitätsbibliothek.

5) Thüringer Rostbratwürste oder Wurstsoljanka in der Mensa Auch die frisch-knackige Rostbratwurst für den kleinen Hunger zwischendurch stellt uns vor Gefahren. FitForFun ist sich sicher: Ab 40 Gramm Wurst am Tag wird es ungesund, bei 50 Gramm erhöht sich das Risiko eines frühzeitigen Todes um 18 Prozent. Gilt auch für selbiges in pürierter Form. Sorry Thüringen, du bratwurstverliebter Fleck.

6) Erfurts reines Abwasser Laut einer Studie wurden 2018 pro Tag 211,3 Milligramm Crystal Meth ins Abwasser ausgeschieden. Durch Zufall beim nächsten Cornerabend einem ausgemergelten Jesse Pinkman über den Weg zu laufen, scheint also durchaus wahrscheinlicher als das Szenario 100 Tage lang Dosenmais aus Vorräten löffeln zu müssen.

7) Samstagabend bis Montagfrüh ohne Hamsterkäufe Auch eine Gefahr stellt die wochenendliche Einkaufssituation dar. Nach 20 Uhr samstags zuhause nichts mehr zu essen zu haben in Erfurt. Deswegen heißt es jedes Wochenende in Erfurters Supermärkten: Denkt dran, schafft Vorrat an! Zu wochenendlichen Hamsterkäufen raten wir also nicht nur in Zeiten des SARS CoV-2.

8) Am Weihnachtsmarkt in Erfurt in die Straßenbahn steigen Es sei denn man befinde sich in ähnlichen Glühwein-Gemütssphären wie das gesamte Umfeld und ist bereit mit diversen Gruppen Mittfünfzigern schunkelnd die Lieder der letzten Kegelfreizeit mitzugrölen.

9) Der BUGA-Song Eine Gefahr von der BUGA 2021 geht nicht aus, jedoch womöglich ein wenig vom wiederholten Hören des BUGA-Songs. Oberbürgermeister sein während der BUGA wünscht man sich nicht. Dieser muss den offiziellen BUGA-Song bis zur Eröffnung noch mindestens 150-mal hören und ist gezwungen, den Anschein zu erwecken, er “spüre das Gras zwischen den Zehen” wirklich. Dieser ohrentorpedierende Soundmix von Ü50-Country-Pop-Sängern auf wilden Heuballen im Thüringer Land offenbart die herausragenden Marketing-Qualitäten der Stadt Erfurt bezüglich BUGA. 

Mit Ohrwurmqualitäten hier und ab jetzt in Dauerschleife: https://www.youtube.com/watch?v=3uueO6DbK10

10) Der CC-Virus DRINGEND darauf hinweisen möchten wir auf eine weitere immense Gefahr: Bisher leider noch von Politik und breiten Teilen der Öffentlichkeit unentdeckte und unberücksichtigte Virus CC-V (“Climate Change-Virus”), an dessen Folgen jährlich Millionen Menschen sterben (die WHO geht von sieben Millionen Toten jährlich allein durch eine Teilausprägung des Virus namens “Luftverschmutzung” aus). Weitere Symptome des Virus sind schwer zu erfassen, da das Virus schon ein unkontrollierbares Ausmaß erreicht hat und die größte Gefahr für den Menschen (nicht nur in der Zukunft) darstellt.

Ebenso wie bei Corona zeigt sich der CC-V weltweit durch Anstieg der Temperatur und mögliche Hitzewellen. Dem Virus CC-V ist ausdrücklich nicht (nur) mit geklautem Mundschutz zu begegnen – mediale und öffentliche Panikmache, Krisensitzungen und drastische Notfallmaßnahmen der Regierung scheinen angemessen.

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